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E-Mail · VMSky · Linux

Sind E-Mail-Server auf dem VPS erlaubt?

Ja: Du kannst auf deinem VMSky-VPS einen eigenen E-Mail-Server betreiben, ohne vorher den Support zu fragen. Was erlaubt ist, was nicht und worauf du bei Einrichtung und Zustellbarkeit achten solltest.

22 October 2026 · 2 min read

Kurz gesagt: Ja, E-Mail-Server sind bei VMSky erlaubt. Du kannst auf deinem VPS Postfix und Dovecot, Mailcow, Mailu oder eine andere Mailserver-Software betreiben. Eine Anfrage beim Support ist dafür nicht nötig, du musst nichts freischalten lassen.

Was du betreiben darfst

  • Eigene Postfächer für dich, dein Team oder dein Projekt mit deiner eigenen Domain.
  • Transaktionsmails deiner Anwendungen, zum Beispiel Bestätigungen und Passwort-Zurücksetzen.
  • Mailinglisten und Newsletter an Empfänger, die dem ausdrücklich zugestimmt haben.

Was nicht erlaubt ist

Es gelten die Nutzungsrichtlinien. Für Mailserver sind zwei Punkte wichtig:

  • Das Versenden von Spam oder unerwünschten Massen-E-Mails.
  • Offene Mail-Relays, also Server, über die fremde Absender Mails verschicken können.

Wenn über deinen Server Spam verschickt wird, kann der Dienst gesperrt werden, auch wenn ein gehacktes Postfach die Ursache war. Sichere deine Zugänge deshalb von Anfang an ab.

Ports in der Firewall freigeben

Ein Mailserver braucht je nach Setup diese Ports: 25 (Mails von anderen Servern empfangen), 587 oder 465 (Versand durch deine Mailprogramme) und 993 (IMAP über TLS). Öffne nur die, die du wirklich nutzt. Wie das mit UFW geht, steht in UFW-Firewall einrichten.

ufw allow 25/tcp
ufw allow 587/tcp
ufw allow 993/tcp

Damit deine Mails nicht im Spam landen

Einen Mailserver einzurichten ist einfach, dass die Mails ankommen, ist die eigentliche Arbeit. Große Anbieter prüfen streng, ob ein Absender vertrauenswürdig ist. Achte auf diese Punkte:

  • SPF, DKIM und DMARC als DNS-Einträge für deine Domain.
  • Ein Hostname für den Server, der per A-Record auf die IP zeigt und zum Namen passt, mit dem sich der Server meldet.
  • Ein passender Reverse-DNS-Eintrag (PTR) für die IP-Adresse.
  • Ein gültiges TLS-Zertifikat, zum Beispiel von Let's Encrypt.
  • Ein Blick in Blocklisten: Eine IP-Adresse kann durch den Vorbesitzer einen schlechten Ruf haben. Im Panel zeigt dir der Bereich Abuse, ob Meldungen zu deiner Adresse vorliegen.
  • Langsam anfangen: Verschicke zuerst wenige Mails und steigere die Menge nach und nach.

Wie viel Leistung brauchst du?

Ein schlanker Server aus Postfix und Dovecot kommt mit wenig RAM aus. Komplettpakete wie Mailcow laufen in Docker und bringen Spamfilter, Virenscanner und Weboberfläche mit, das braucht deutlich mehr Arbeitsspeicher. Plane dafür mehrere GB RAM ein und lies Wie viel CPU und RAM braucht mein Server?. Docker richtest du mit der Anleitung Docker auf Ubuntu 24.04 installieren ein.

Absichern und sichern

  • Nutze lange, einzigartige Passwörter für alle Postfächer und aktiviere, wenn möglich, Zwei-Faktor-Anmeldung in der Weboberfläche.
  • Halte Betriebssystem und Mailserver-Software aktuell.
  • Schütze den Zugang zum Server: SSH absichern mit Schlüssel und Fail2ban.
  • Teste nach der Einrichtung, dass dein Server keine Mails für fremde Absender weiterleitet.
  • Lege regelmäßig ein Backup im Panel an. Mails sind wichtige Daten.