Linux · SSH · Sicherheit
SSH absichern: Schlüssel, Passwort-Login und Fail2ban
Brute-Force-Versuche auf Port 22 sind Alltag. Mit SSH-Schlüsseln, abgeschaltetem Passwort-Login und Fail2ban machst du deinen Server in zehn Minuten deutlich sicherer.
12 October 2026 · 1 min read
Kaum ist ein Server online, probieren Bots tausende Passwörter für root aus. Ein langes Passwort hält das meist aus, aber mit Schlüsseln bist du auf der sicheren Seite.
1. Schlüssel auf deinem PC erzeugen
Auf deinem eigenen Rechner, nicht auf dem Server:
ssh-keygen -t ed25519Bestätige den Speicherort mit Enter und vergib ein Passwort für den Schlüssel. Es entstehen zwei Dateien: id_ed25519 (privat, bleibt bei dir) und id_ed25519.pub (öffentlich, kommt auf den Server).
2. Öffentlichen Schlüssel auf den Server kopieren
Unter macOS und Linux:
ssh-copy-id root@DEINE-IPUnter Windows in PowerShell:
type $env:USERPROFILE\.ssh\id_ed25519.pub | ssh root@DEINE-IP "mkdir -p ~/.ssh && cat >> ~/.ssh/authorized_keys"Teste in einem neuen Fenster, ob ssh root@DEINE-IP jetzt ohne Server-Passwort klappt.
3. Passwort-Login abschalten
SSH liest Einstellungen aus mehreren Dateien, und die erste passende gewinnt. Auf VMSky-Servern steht die Login-Einstellung in /etc/ssh/sshd_config.d/00-vmsky.conf. Ändere dort:
PermitRootLogin prohibit-password
PasswordAuthentication noDann SSH neu laden und in einem zweiten Fenster testen, bevor du das erste schließt:
sshd -t && systemctl reload sshOhne Passwort-Login hilft dir der Button Passwort zurücksetzen im Panel nicht mehr beim SSH-Login. Über die Konsole im Panel kommst du aber immer auf den Server.
4. Fail2ban installieren
Fail2ban sperrt IPs, die zu oft falsche Logins versuchen. Bei VMSky gibt es Fail2ban auch im Auto-Installer unter Apps. Von Hand:
apt install -y fail2ban
systemctl enable --now fail2ban
fail2ban-client status sshdDie Ausgabe zeigt, wie viele IPs gerade gesperrt sind. Die Voreinstellung (5 Fehlversuche, 10 Minuten Sperre) passt für die meisten Server.
Noch mehr Sicherheit
- Öffne nur die Ports, die du wirklich brauchst: UFW-Firewall einrichten.
- Installiere Sicherheitsupdates automatisch mit
apt install unattended-upgrades. - Lege für Programme eigene Benutzer an, statt alles als root laufen zu lassen.
